CAMBODIA CHILD AID

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Unterricht, Schulen

Das Schulbildungssystem in Kambodscha ist mit schweren Problemen behaftet. Die Zahl der Analphabeten ist hoch: in der Gemeinde Roeurl kann ein Drittel der Erwachsenen nicht schreiben und lesen. Auch 30 Jahre nach den Roten Khmer besteht noch immer ein großer Lehrermangel, vor allem auf dem Land. Die Lehrer sind unterbezahlt und arbeiten lieber in der Stadt, wo die Bedingungen etwas besser sind, oder sie haben Nebenjobs und sind somit oft abwesend. Viele Familien sind zu arm, um die Schulmittel für ihre Kinder bezahlen zu können. Die Kinder müssen auch mitverdienen, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern und bleiben dadurch häufig dem Unterricht fern.

Für die ca. 4000 schulpflichtigen Kinder aus den 14 Dörfern von Roeurl gibt es insgesamt 6 öffentliche Grundschulen, wozu auch eine halb verfallene Bambusschule gehört. Die Kapazität ist aber zu gering und es fehlt an Lehrern und Unterrichtsmitteln. Ein Viertel der Kinder hat überhaupt noch nie eine Schule besucht.

In der Gemeinde gibt es auch eine Mittelschule, die mit Geld der koreanischen Firma Bu Yung gebaut, aber nie fertig gestellt worden ist. Von den geplanten 15 Klassenzimmern sind nur 3 provisorisch in Gebrauch, wobei das Mobiliar von anderen Schulen geliehen wurde. Erst kürzlich konnten aus privaten Spenden 2 Toiletten gebaut und einige Schulbänke angeschafft werden. Der vorhandene Brunnen ist unbrauchbar und muss neu angelegt werden.

Die Kinder in den Dörfern, wo keine Schule vorhanden ist, haben einen Schulweg von 3 - 5 km, was vor allem für die Kleineren zum Problem wird. Die durchschnittliche Entfernung zur Mittelschule beträgt 10 km, sodass hier Fahrräder sehr hilfreich wären.

Reisfeld nach der Ernte

Bambusschule